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Ein kürzlich veröffentlichter Artikel von The Next Web (TNW) berichtet, dass die Blockchain-Unternehmen in der EU zwar ein Rekordjahr bezüglich VC-Investitionen hatten, jedoch immer noch hinter den Investitionen in Fintech-Unternehmen zurückblieben. Sie schauten sich den FinTech VC-Investment Landscape-Bericht von 2018 von Innovate Finance an, aus dem hervorgeht, dass Fintech-Unternehmen weltweit 36,6 Mrd. USD von VC-Investoren beschafft haben. Start-ups für Blockchain- und Kryptowährungen hingegen haben im Jahr 2018 von den VC-Investoren 3,9 Milliarden USD eingesammelt (Q1 – Q3). TNW berichtete in Großbritannien:

Blockchain versus Fintech

Weitere Analysen zeigen, dass Fintech-Unternehmen wie Revolut und N26 bei den Investoren beliebter waren als die Blockchain. In der Tat haben Challenger-Banken mit nur 7 Deals 461 Millionen USD gesammelt.

Diese wurden dicht gefolgt von Unternehmen, die in den Bereichen „persönliche Finanzen“ und „Vermögensverwaltung“ tätig sind (333,61 Mio. USD), sowie von Unternehmen aus der alternativen Kredit- und Finanzierungsbranche (306,64 Mio. USD).

Blockchain-Technologie- und Kryptowährungsunternehmen rangierten weit darunter und erzielten verteilt auf 23 Deals 174,67 Mio. USD.

Das VC-Interesse an Start-ups für Blockchain- und Kryptowährungen wächst zwar, aber es besteht noch erheblicher Nachholbedarf, um dem von Fintech-Unternehmen zu entsprechen.

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Litauen entwickelt sich zu einem Fintech-Hub in der EU. Wahrscheinlich aufgrund von politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit. 100 Fintech-Unternehmen beantragten Lizenzen als E-Geld-Institute, ein Drittel davon stammte aus Großbritannien. Der Business Insider berichtete:

Lithuania is emerging as an EU fintech hub

Im Januar dieses Jahres wurden in Litauen insgesamt 83 Lizenzen vergeben. Es rangiert damit unter den EU-Ländern an zweiter Stelle nach Großbritannien. Unternehmen wie Google und die britische Neobank Revolut haben in der Vergangenheit erfolgreich eine Lizenz in diesem Land erhalten.

Litauen ist bekannt für sein Fintech-freundliches Ökosystem. Das Interesse in der Region ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass neben dem Vorteil einer Regulierung außerhalb des Vereinigten Königreiches die Lizenzanträge schneller bearbeitet werden können als in anderen Ländern.

Diese Faktoren können zur Entstehung neuer Fintech-Zentren führen, manchmal bleiben jedoch Zweifel, ob sie auch die Nachfrage gemanagt bekommen. Die plötzliche Zunahme der Anträge ist für die Bank von Litauen keine leichte Aufgabe. Sie verfügt nicht über die Ressourcen, alle Anträge zu bearbeiten, sagt Marius Jurgilas, Vorstandsmitglied der Zentralbank.

Daher haben sie den Entschluss gefasst, mithilfe eines Prioritätensystems vorzugehen und die „am wenigsten riskanten“ Kandidaten auszuwählen. Bei Finanzinstituten, die eine Lizenz aus Litauen zur Absicherung gegen Folgen des Brexits nutzen, könnten Störungen auftreten, wenn es keinen Deal gibt und sie nicht rechtzeitig reguliert werden.

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Die europäischen Fondsmanager hatten ein äußerst schmerzhaftes 4. Quartal 2018 mit einer Verlustschätzung von 100 Milliarden USD. Bloomberg berichtet:

European fund managers

Laut Amundi SA ist dies der Betrag an Kundengeldern, den die offenen Fonds in Europa in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 verloren haben, als der Markt stark litt. Allein das französische Unternehmen verzeichnete in diesem Zeitraum Abflüsse in Höhe von 7,4 Milliarden USD inmitten eines „extrem feindlichen“ Marktes, sagte der Chief Executive Officer Yves Perrier am Mittwoch. Andere europäische Unternehmen haben ähnliche Verluste gemeldet.

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