Wer ich bin

Mein Name ist Lars Wrobbel und ich bin der Gründer des größten deutschen P2P-Kredite-Blogs Passives Einkommen mit P2P. Hier berichte ich seit 2015 über meine Investments in P2P-Kredite und sammelte schon Erfahrungen auf über 20 P2P-Plattformen, von denen noch rund 15 aktive Investments in meinem Portfolio vorhanden sind. Unter anderem war ich mit meinem Geschäftspartner und Freund Kolja Barghoorn von AktienMitKopf auch Ideengeber für die P2P-Conference, der ersten Konferenz rund um das Thema P2P-Kredite, die im letzten Jahr erstmals im Baltikum stattgefunden hat. Zusammen haben wir auch Deutschlands bekanntestes Buch zu dem Thema geschrieben. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann lies dir gerne meine Über-Mich-Seite durch oder schließe dich unserer Community mit bald 10.000 Investoren an.

Meine Strategie - Lars Wrobbel

Bondora ist mein größtes Investment im Bereich der P2P-Kredite, jedoch bin ich primär mit meinen Investments auf den Aktienmarkt fokussiert. Nicht weil ich den P2P-Krediten weniger vertraue, sondern einfach, weil der Aktienmarkt die längere Historie auch für mich als Investor hat.

Worum es heute gehen soll

Für mich ist die Covid-19-Krise nach der Finanzkrise in den Jahren 2008 / 2009 nun die zweite wirkliche Finanzkrise, die ich als Investor miterleben “darf”. Und wie schon damals schlug sie mit einer Härte zu, die wohl viele für kaum vorstellbar hielten. War ich 2008 / 2009 noch ein sehr unerfahrener Investor, der mit der Situation zu kämpfen hatte, habe ich über die letzten 12 Jahre dazugelernt. Das hoffe ich zumindest. :)

Heute befinden wir uns in der zweiten Mai-Hälfte und der Crash an der Börse ist schon mehr als 2 Monate her. Der Covid-19-Virus beginnt in den meisten Staaten dieser Erde abzuflachen und die Lockdowns, die uns so sehr zu schaffen machten, werden nach und nach gelockert. Allerdings ist aktuell noch ungewiss, ob das schon das Ende war oder ob wir mit weiteren und weitaus heftigeren Wellen rechnen müssen. In der Wirtschaft jedoch ist sicher, dass das Ende noch nicht gekommen ist. Mit den Folgen der Lockdowns werden wir uns noch lange beschäftigen müssen.

Mit diesem Beitrag möchte ich euch einmal einen Blick in meine Investments, meine Strategie und mein Verhalten in der Krisensituation geben und was seitdem in meinem Portfolio passiert ist. Das soll für euch eine kleine Leitlinie und auch ein Motivator sein, keine überstürzten Entscheidungen zu treffen. Auch solltet ihr angstmachende YouTube-Videos und Nachrichten hinterfragen und euch vielleicht lieber guten Büchern und der Ruhe widmen, um euch zukünftig richtig aufzustellen.

Meine Investments

Mein Portfolio ist in mehrere verschiedene Assetklassen aufgeteilt, die ich euch hier einmal zeigen möchte. Das Portfolio ist über meine Jahre als Investor so gewachsen und sollte sich an den vorgestellten Grundwerten maßgeblich orientieren. Aber natürlich ist die Allokation in Zeiten wie diesen sehr dynamisch. Die spannendsten Komponenten für mich sind aktuell zweifellos die P2P-Kredite und Kryptowährungen.

  • Aktienmarkt ca. 65%
    • 50% Dividenden-Einzelwerte solider Marktriesen
    • 25% globale ETFs (Rohstoffe inkludiert)
    • 25% US-amerikanische, kanadische, britische und australische REITs
  • Cash ca. 15%
    • 75% innerhalb von 3-6 Monaten nutzbar
    • 25% über Tagesgelder sofort nutzbar
  • P2P Kredite ca. 10%
    • Verteilt auf ca. 15 aktive P2P-Plattformen
  • Anleihen ca. 7%
    • 90% Staatsanleihen bester Bonität
    • 10% US-amerikanische Kommunalanleihen
  • Kryptowährungen ca. 3%
    • hauptsächlich Bitcoin & Ethereum
Lars Wrobbel - Portfolio

Meine Strategie

Über die Jahre und vor allem durch meinen Einstieg in die P2P-Kredite 2014 ist mir klar geworden, dass ausschüttende Investments das sind, was mich am meisten motiviert. Denn sie sind mit der Zeit ein immer wichtigerer Stützpfeiler für mich selbst geworden, auf den ich mich im Zweifel verlassen kann.

Ca. 10-15% meines Einkommens kommen aus den diversen Ausschüttungen meiner Investments und ich könnte (wenn ich müsste) problemlos davon leben. Allerdings flossen bisher 99% der in meiner Lebenszeit generierten Ausschüttungen wieder eins zu eins in die entsprechenden Investments. Durch die fast täglich frei werdenden Geldmittel kann man jedoch sein Portfolio auch sehr dynamisch und schnell verschieben, ohne eigene Geldmittel nachinvestieren zu müssen.

P2P-Kredite sind genau dafür geschaffen, Ausschüttungen zu generieren. Bei anderen Investments wie Kryptowährungen wird es schwieriger. Aber auch hier gibt es mittlerweile Lösungen, mit denen man Cashflow generieren kann und die sich auch kaum hinter den Renditen der P2P-Plattformen verstecken müssen. Selbst bei Anleihen ist es möglich, Finanzinstrumente zu nutzen, die einem laufende Ausschüttungen ermöglichen.

Mein Portfolio in der Krise

Im März passierte genau das, wovor der Großteil der Investoren am meisten Angst hatte. Der Markt brach ein, Horrormeldungen gingen um die Welt und jede Branche schien von den Problemen erfasst zu sein. Ein Bullenmarkt, der über mehr als ein Jahrzehnt anhielt, ging mit einem Knall zu Ende. Anleger verließen in Scharen die verschiedenen Assetklassen.

P2P-Kredite schienen aufgrund des jungen Alters der Branche besonders davon betroffen zu sein. Angeheizt durch Marktschreier im World Wide Web, die schon das Ende der P2P-Branche vorhersahen, begann der Bankrun und einige wenige Plattformen gingen dabei unter, wie wir jetzt wissen. Und vielleicht werden auch noch einige weitere folgen. YouTuber, die eine Woche vorher noch für P2P-Plattformen warben, warnten nun vor der Anlageform, stoppten ihre eigenen Investments und zahlten ihr Geld aus.

Aus meiner Erfahrung heraus kannte ich diese Situation allerdings schon und tat daher genau das, was ich immer tue, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Erstmal gar nichts und das am besten ausgiebig. :) Denn meine Strategie steht seit Jahren fest und ich habe sie nicht dafür entwickelt, um sie während einer Krise über den Haufen zu werfen. Schnelle Entscheidungen sind meist schlechte Entscheidungen.

Nach den ersten Tagen nutzte ich zuallererst die Möglichkeit, den schnell verfügbaren Cash-Anteil meines Portfolios in den Aktienmarkt zu bringen. Auch danach fokussierte ich den freien Cashflow zum Großteil auf den Aktienmarkt und auch den Kryptomarkt, da dieser ebenfalls sehr hart vom Marktcrash erfasst wurde. Zudem stand mit dem Bitcoin-Halving hier ebenfalls ein spannender und zukunftsweisender Moment bevor.

Die P2P-Kredite dagegen ließ ich unberührt. Und tatsächlich stellte sich heraus, dass dieser Bereich der stabilste bis heute sein sollte, was mein Diagramm aus meiner Portfolio-Performance-Software sehr schön zeigt.

Meine Strategie - Lars Wrobbel

Das Verhalten der meisten P2P-Plattformen bestärkte mich in meiner Meinung, dass die Krise auch eine große Chance für die Industrie sein kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen wurde hier investorennah kommuniziert und man stellte sich sehr schnell auf die neue Situation ein.

Mein Fazit und Fahrplan für den Rest des Jahres

Letztendlich ist es wie immer. Am Ende zahlt es sich aus, die einmal festgelegte Strategie nicht zu verlassen und Chancen zu nutzen, die sich ergeben. Und so werde ich auch weiter verfahren. Zudem werde ich den sofort abrufbaren Cash-Anteil meines Portfolios erhöhen, für den Fall eines weiteren Marktcrashs in den nächsten Monaten.

Was das P2P-Investment angeht: Alle meine aktiven P2P-Positionen werden gehalten und die Strategie weiterverfolgt. Die P2P-Kredite haben sich in den letzten 2 Monaten nachweisbar als die stabilste aller meiner Anlageklassen erwiesen und so wird es auch hier zu einem punktuellen Aufbau der Plattformen kommen.

Für die P2P-Branche ist dieser Crash zudem immens wichtig. Denn er sorgt dafür, dass die schwarzen Schafe den Markt verlassen und nur die Starken überleben.

In diesem Sinne: Bleibt eurer Strategie treu und trefft keine unüberlegten Entscheidungen! Und wenn du Interesse an meinen Berichten hast, freue ich mich darauf, dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen denen des Gast-Bloggers und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Unternehmenspolitik oder Position von Bondora wider.