Kaffee oder Investitionen? (Tipp: beides ist möglich)

Finanztipps

Wir alle haben von diesem einen Spartipp erfahren. Sie wissen schon – dieser Tipp, statt des morgendlichen Cappuccinos mit Haselnussgeschmack das Geld lieber zu sparen. Dies klappt vielleicht, wenn Sie kein großer Freund von Kaffee sind. Aber wenn Sie ein Kaffeeholiker (wie viele Bondorianer) sind, ist das vielleicht nicht die beste Sparmöglichkeit. Aber sehen wir uns das Ganze näher an. Ist beides gleichzeitig möglich: der tägliche Cappuccino und eine gute Investition? Oder müssen Sie an der Qualität des Kaffees sparen, um nicht so viel Geld auszugeben?

Starbucks: Mehr Geld bei Verzicht auf Kaffee?
Mehr Geld bei Verzicht auf Kaffee?

Ein bisschen Mathematik

Um zu sehen, ob an diesem Tipp mit dem Verzicht auf den täglichen Cappuccino etwas dran ist, müssen wir erst einmal rechnen. Nehmen wir an, Sie kaufen jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit einen normalen Cappuccino. Mit 3 € pro Kaffee geben Sie 15 € pro Woche aus, das sind 60 € pro Monat und 720 € pro Jahr. Schauen wir uns nun an, was passieren würde, wenn Sie die 720 € fünf Jahre lang in Go & Grow investieren würden.

Hier können Sie Ihre eigene Rechnung durchführen.
Hier können Sie Ihre eigene Rechnung durchführen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hätten Sie 40 % Rendite des ursprünglich investierten Betrags verdient. Denken Sie darüber kurz nach. Wenn Sie ein Jahr lang auf Ihren Cappuccino im Café verzichten würden, könnten Sie nach der entsprechenden Investition für fünf Jahre über 1.000 € verfügen.

Nehmen wir an, Sie würden fünf Jahre darauf verzichten und das Geld, das Sie ausgegeben hätten, in Ihre Go & Grow-Investition einzahlen. Das sind also 60 € zusätzlich jeden Monat, fünf Jahre lang:

Hier können Sie Ihre eigenen Berechnungen durchführen.
Hier können Sie Ihre eigenen Berechnungen durchführen.

Jetzt würden Sie in diesen fünf Jahren fast 1.000 € an Renditen verdienen, was zu einem Gesamtinvestitionswert von über 5.275 € führt. So würden Sie auf lange Sicht viel mehr als leere Kaffeebecher ansammeln. Und wenn Sie diese „Cappuccino-Investition“ zu Ihren anderen, bereits bestehenden Investitionen hinzufügen, kann sie am Ende einen großen Unterschied ausmachen.

Dieser Tipp, auf den täglichen Cappuccino zu verzichten, ist also zweifelsohne berechtigt, und man kann auf diese Weise seine eigene Investitionsstrategie fördern.

Aber wie kann man ein Jahr lang darauf verzichten?

Nun, das Tolle an diesem Tipp ist, dass man trotzdem weiterhin Kaffee trinken kann. Kochen Sie doch einfach Ihren Kaffee zuhause, anstatt den Flat White im nächsten Café zu kaufen.

Ganze Kaffeebohnen, gemahlenen Filterkaffee oder selbst Instantkaffee zu kaufen ist viel billiger, als sich jeden Morgen einen Cappuccino zu holen. Wenn Sie also Ihren Kaffee selbst zubereiten, können Sie ihn weiterhin genießen und Geld sparen.

Aber ich liebe meinen Double Shot Latte

Wir haben das schon erwartet. Wenn Sie unter vierzig sind, brauchen Sie wahrscheinlich erst Ihren morgendlichen Kaffee, um in die Gänge zu kommen. Und Sie können wahrscheinlich rechtfertigen, warum die 3 € für einen Kaffee für Ihre Lebensfreude, Kreativität und mehr entscheidend sind.

Und das ist ok. Wenn Sie mit diesem Kaffee besser in den Tag starten können, dann ist das großartig. Studien machen deutlich, dass 48 % der Millennials in den letzten 24 Stunden einen Gourmet-Kaffee getrunken haben. Und da junge Menschen gewisse Lebenserfahrungen über alles andere stellen, ist es kein Wunder, dass ein leckerer Cappuccino einfach jeden Tag dazugehört.

Gourmet-Kaffees sind fester Bestandteil des Lebensstils.
Gourmet-Kaffees sind fester Bestandteil des Lebensstils.

Aber ist es das auch wert?

Das hängt vollständig von Ihnen ab. Sie haben die Zahlen gesehen und wissen, wie es funktioniert. Aber wenn der Besuch des Cafés für Sie wichtig ist, werden wir Ihnen ganz sicher nicht sagen, dass Sie dies ändern sollten. Aber gehen Sie vielleicht ein bisschen cleverer dabei vor. Gehen Sie jeden zweiten Tag oder zweimal pro Woche Kaffee trinken und nicht jeden Tag. Aber wenn Sie Ihren morgendlichen Kaffee nicht opfern können, müssen Sie mehr an anderer Stelle sparen.

Und das ist die Überlegung hinter dem Kaffee-Spar-Tipp. Es wäre am besten, wenn Sie nicht mehr Geld für etwas ausgeben, was Sie nicht wirklich brauchen, und das Sparen und Investieren für die Zukunft priorisieren. Wenn Sie Ihre Einstellung so ändern, dass Sie nur mehr von dem kaufen, was Sie brauchen, und weniger von dem, was Sie gern hätten, können Sie gleichzeitig Ihre Spar- und Ausgabegewohnheiten verbessern.

Es muss nicht unbedingt Kaffee sein, aber weil alle diese magischen Bohnen lieben, ist es ein tolles Beispiel, das auf fast alles anwendbar ist. Vielleicht können Sie weniger ausgehen, weniger Geld für Takeaway-Essen ausgeben und sich mehr Zeit für das Kochen zuhause nehmen. Oder vielleicht müssen Sie nicht immer die neuesten elektronischen Gadgets kaufen, die Sie nicht wirklich brauchen, oder Sie können ein altes Zeitschriftenabonnement kündigen. Ihnen fällt nichts Passendes ein? Sie können einige Anregungen erhalten, wo Sie unnötige Kosten einsparen können.

Wenn man die Ausgaben für Kaffees zusammenrechnet, kann es ein erheblicher Verlust oder eine große Investition sein.
Wenn man die Ausgaben für Kaffees zusammenrechnet, kann es ein erheblicher Verlust oder eine große Investition sein.

Zeit für Änderungen

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie viel Geld für Kaffee ausgeben, tun Sie dies wahrscheinlich auch. Aber allein Sie entscheiden, ob es das Geld wert ist. Wenn dies der Fall ist, können Sie gern Ihren Cappuccino weiter genießen. Aber während Sie an Ihrem Lieblingskaffee nippen, sollten Sie einen anderen Bereich bei Ihren Ausgaben bestimmen, in dem Sie Einsparungen vornehmen und sich auf das Sparen und Investieren konzentrieren können. Und wenn Ihnen der Gedanke, dass Sie Geld für Kaffee verschwenden, statt für Ihre finanzielle Zukunft zu sorgen, nicht gefällt, dann ist es Zeit, seinen eigenen Kaffee zu mahlen und zu sparen.

Möchten Sie den Kaffee-Spar-Tipp ausprobieren? Teilen Sie diesen Artikel mit einem anderen Kaffeeholiker und fordern Sie ihn heraus, es Ihnen gleichzutun.