Viele Experten auf der ganzen Welt diskutieren heute darüber, ob uns eine neue Rezession bevorsteht.

Rezession ist ein Wort, das wir wahrscheinlich alle schon mal gehört haben, und daraufhin folgt oft die Angst vor dem Unbekannten. Die gute Nachricht ist, dass eine Rezession nicht unbedingt Ihre Finanzen belasten muss. Um vorbereitet zu sein, ist es am besten zu verstehen, was es für die Wirtschaft bedeutet und wie Sie es zu Ihrem Vorteil nutzen können. 

Schauen wir uns an, was eine Rezession ist

Entgegen der landläufigen Meinung wächst die Wirtschaft nicht immer gleich schnell. Die Wirtschaftsleistung kann von Zeit zu Zeit schwanken – das bedeutet aber nicht, dass wir uns in einem rezessiven Umfeld befinden müssen. Was ist also eine Rezession?

Einfach ausgedrückt: Wenn die Wirtschaft zwei aufeinander folgende Quartale lang schrumpft, spricht man von einer technischen Rezession. Allgemein identifiziert man eine solche Phase durch zwei aufeinanderfolgende Quartale mit rückläufigem Bruttoinlandsprodukt.

Was ist die Ursache einer Rezession?

Wenn die Wirtschaft eine Periode mit längerem Wachstum durchläuft, kann die Inflation steigen. Und irgendwann wird die Wirtschaft in ihrem aktuellen Zyklus keinen Spielraum für noch mehr Wachstum haben und einen Höchststand erreichen. Mit steigenden Preisen sinkt auch die Nachfrage der Verbraucher, was die Unternehmen dazu veranlasst, ihre Produktion zurückzufahren und die Zahl der Beschäftigten zu verringern. Diese Verkettung der Ereignisse mit höherer Arbeitslosigkeit und dem Rückgang der Konsumnachfrage, gefolgt von einer Verkleinerung der Unternehmen, führt letztlich zu einer wirtschaftlichen Rezession.

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Die Auswirkungen von Angebot und Nachfrage

Es gibt eine Sache, die einen erheblichen Einfluss auf eine Wirtschaft hat – die Macht von Angebot und Nachfrage. Nehmen wir beispielsweise an, es besteht eine große Nachfrage nach einem bestimmten Vermögenswert. Der Preis für diesen Vermögenswert wird steigen und kann in die Höhe schnellen. Je mehr die Käufer daran glauben, dass der Wert des Vermögenswertes weiter steigt, desto mehr wird der Preis auch steigen. Früher oder später werden die Käufer oder Investoren erkennen, dass der Preis zu stark in die Höhe geschnellt ist, und dann einen großen Abverkauf tätigen, was zu einem starken Wertverlust des Vermögenswertes führen wird.

Das entspricht in etwa dem, was in der Immobilienkrise 2008 geschah. Der Terminmarkt, der den Hypotheken für Eigenheime zugrunde lag galt als kugelsicher, bis schließlich festgestellt wurde, dass eine beträchtliche Zahl von Hypothekeninhabern ihre Schulden nicht begleichen konnte. Die Gründe dafür könnten ein ganzes Video füllen – aber letztendlich lässt es sich auf steigende Zinsen, ungenaue Ratings der zugrunde liegenden Anleihen und unverantwortliche Kredite zurückführen. Die Folge waren massive Kreditausfälle und ein Zusammenbruch der Immobilien- und Finanzmärkte fast über Nacht.

Lassen Sie uns über das Konzept der Rezessionszyklen sprechen.

Während Konjunkturzyklen bis zu einem gewissen Grad vorhergesagt werden können, funktioniert das jedoch nicht in Bezug auf Dauer und Umfang. Im Laufe der Zeit haben verschiedene Konjunkturzyklen Rezessionen in unterschiedlichem Ausmaß ausgelöst. Die Rezession nach der Dot-Com-Phase 2001 war kurz und dauerte nur 8 Monate. Zuvor war die Zahl der internetbasierten Unternehmen stark gestiegen. Die Große Depression in den Vereinigten Staaten jedoch war verheerend. Sie dauerte etwa zehn Jahre und führte zu 25% Arbeitslosigkeit im Land.

Basierend auf historischen Konjunkturzyklen sind die Märkte längst überfällig für eine Rezession. Im Durchschnitt expandiert die Weltwirtschaft in jedem Zyklus nur für etwas mehr als drei Jahre. Heute befindet sich die Wirtschaft seit über 9 Jahren im Aufschwung, ein beträchtlicher Zeitraum im Vergleich zu einem normalen Wirtschaftszyklus. Die letzte Rezession war vor über einem Jahrzehnt. Es ist also nicht unbegründet, anzunehmen, dass eine neue Rezession auf uns wartet.

Geopolitik und Rezessionen

Geopolitik kann auch in Rezessionen eine Rolle spielen. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hat die Befürchtung geweckt, dass sich immer mehr Länder selbstständig machen wollen und letztendlich das Kräfteverhältnis in der Region zerbricht.

In den Vereinigten Staaten setzt Präsident Donald Trump seine Handelskriegstaktik mit Nationen wie China fort, unter der die Weltwirtschaft leidet. Trump hat bereits Zölle in Höhe von 25% auf 200 Milliarden Dollar chinesischer Waren verhängt, die in die USA exportiert werden, und hat keinerlei Anzeichen eines Rückschritts gezeigt.

Wie bereitet sich Bondora auf eine Rezession vor?

Jede Kreditentscheidung bei Bondora wird durch unser eigenes Kreditrisiko-Modellierungssystem getroffen. Unter der Berücksichtigung 1000er Datenpunkte können wir das Risiko eines jeden Kreditnehmers genau einschätzen. Und wenn wir einen Kredit vergeben haben, sammeln wir Daten über jede einzelne Transaktion und nutzen sie, um unsere Modelle weiter zu verbessern.

In den letzten zehn Jahren haben wir in Spanien und Finnland in einem rezessiven Umfeld gearbeitet und Daten aus erster Hand über das Zahlungsverhalten unserer Kunden gesammelt. Damit konnten wir unsere Kreditanalyse insgesamt verbessern, so dass unsere Risikobewertungen gut auf ein stärkeres rezessives Umfeld vorbereitet sind.

Rezessionen sind nicht von Grund auf schlecht

Für diejenigen, die eine Rezession vorausahnen können, gibt es Geld zu verdienen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, in einer Rezession keine Panik zu bekommen. Wenn Sie cool bleiben, können Sie auch in diesen Zeiten oft Wege finden, um gutes Geld zu verdienen.

Eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die in Rezessionen bisher immer einen Weg gefunden hat, Geld zu verdienen, ist Warren Buffet. Buffet erklärte, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer Rezession darin besteht, „Angst zu haben, wenn andere gierig sind, und gierig zu sein, wenn andere Angst haben“. Nach der jüngsten Rezession im Jahr 2008 nutzte Buffet sein Kapital, um Vermögenswerte zu kaufen, die seiner Meinung nach unterbewertet waren. Dies erwies sich für den Finanzguru als äußerst profitabel, da er von einem Markt profitieren konnte, der andere abschreckte.

Brauchen Sie auch so viel Geld wie Warren Buffett, um gestärkt aus einer Rezession hervorzugehen? Definitiv nicht. Achten Sie darauf, Ihre Hausaufgaben zu machen um in Zeiten eines Abwärtstrends herauszufinden, welche Vermögenswerte unterbewertet sein könnten. Wenn Sie das tun, können Sie Ihr Wissen einsetzen um positive Renditen zu erzielen, wenn andere Marktteilnehmer gerade ängstlich sind.

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*Wie bei jeder Investition ist Ihr Kapital gefährdet und die Anlagen sind nicht garantiert. Die Rendite beträgt bis zu 6,75 % p. a. Bevor Sie sich für eine Investition entscheiden, lesen Sie bitte unsere Risikoerklärung oder wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Finanzberater.