Morgan Stanley übernimmt E-Trade, JPMorgan geht digital

Finanztipps

Eines der größten Finanzunternehmen der Welt ist noch größer geworden. Morgan Stanley hat den Kauf des Online-Broker-Unternehmens E-Trade für 13 Milliarden Dollar in eigenen Aktien angekündigt. Dies markiert die größte Übernahme im Finanzbereich in Amerika seit der Finanzkrise 2008. Der Deal muss erst noch von den Bundesbehörden genehmigt werden, bevor er offiziell wird.

Mit der Übernahme bringt Morgan Stanley 5,2 Millionen weitere Kunden und Vermögenswerte in Höhe von 360 Milliarden Dollar ein und hat damit das Sagen bei Discount-Broker-Unternehmen mit einem kleineren Kundenstamm. Das Unternehmen hofft, dass dieser Schritt das Geschäft ankurbeln wird, um mit größeren Konkurrenten wie Wells Fargo und der Bank of America konkurrieren zu können.

Chief Executive James P. Gorman meinte, dass Morgan Stanley so zu einem Unternehmen mit viel mehr Möglichkeiten wird:

E Trade

„Dies setzt die zehnjährige Tätigkeit unseres Unternehmens fort. Der Übergang zu einem leichten Bilanzportfolio unterstreicht eine nachhaltigere Einnahmequelle“, so Mr. Gorman.

Es war kein Geheimnis, dass E-Trade eine Übernahme anstrebte. Interessanterweise war das Unternehmen sowohl mit Interactive Brokers als auch mit Goldman Sachs im Gespräch, bevor Morgan Stanley dazukam und den Deal abgeschlossen hat.


Wenn es um technologische Innovationen geht, steht Europa nicht immer so weit oben auf der Weltbestenliste. Behörden in der europäischen Union hoffen dabei auf eine baldige Änderung. Die EU stellte ihren Plan zur Einrichtung eines einheitlichen Datenmarkts vor, damit Unternehmen in der Region leichter mit Unternehmen wie Facebook und Google konkurrieren können. Unternehmen können nun große Datenmengen nutzen, um Technologien in jeder Branche, vom Gesundheitswesen bis zum Transportwesen, einfacher voranzubringen.

Guntram Wolff, Geschäftsführer der Denkfabrik Bruegel mit Sitz in Brüssel, ist misstrauisch, wenn es um das Vertrauen in die EU bei der Bereitstellung angemessener Ressourcen für Investitionen und Unternehmenswachstum geht:

Bruegel

„Ich habe keine Zweifel, dass die EU bei der Regulierung hält, was sie versprochen hat“, sagt er. „Aber ich denke, dass ist nur ein Teil der Geschichte. Es gibt die Investitionsseite. Es gibt die Durchsetzungsseite. Es gibt die Seite des Unternehmertums.“ Diese Bereiche, so Wolff, „sind nicht die traditionellen Stärken der Europäischen Union“.

Die EU hat ihre Bemühungen bei der Beseitigung von Kartellrechtsverletzungen durch große Technologieunternehmen verstärkt. Allein im Vorjahr wurde Google mit einer Geldstrafe von 1,5 Milliarden € belegt und Amazon mit einer hohen Geldstrafe, beide wegen kartellrechtlicher Verstöße in der Region.


Unerwartet positive Nachrichten: Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone stieg mit der schnellsten Rate seit sechs Monaten an. Die Wirtschaft wurde durch anhaltend niedrige Zinssätze und einen soliden Arbeitsmarkt unterstützt. Sowohl der Produktions- als auch der Dienstleistungssektor zeigten sich robust inmitten der wachsenden Besorgnis über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft.

Global economy

„Der Dienstleistungssektor hat am meisten zum Wachstum beigetragen“, so Chris Williamson, Chief Business Economist bei IHS Markit. „Aber auch die Produktionsbranche zeigt ermutigende Anzeichen für eine Stabilisierung; Geschäftsrückgänge stellten eine große Belastung für Produzenten für mehr als ein Jahr dar.“

Dennoch ist Europa noch nicht aus dem Gröbsten heraus. Die Furcht vor einer Rezession bleibt bestehen, da das Wirtschaftswachstum im größten Wirtschaftssystem der Region, Deutschland, stillsteht. Unterdessen werden die Exporte nach China durch das Coronavirus umfassend beeinträchtigt und bleiben hinter den Erwartungen zurück.


JPMorgan Chase ist bei der digitalen Bankrevolution mit dabei. Das Unternehmen ist Berichten zufolge dabei, eine digitale Bank in Großbritannien zu eröffnen, die zum Jahresende in Betrieb sein könnte. Diese Neuigkeiten wurden bekannt, kurz nachdem andere Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs ihre eigenen digitalen Angebote auf den Markt gebracht haben.

Verantwortlich für JPMorgan ist Clive Adamson, ein früherer Leiter des Financial Conduct Authority, die Finanzaufsichtsbehörde im Vereinigten Königreich.

Digitales Banking ist eines der wenigen Lichtblicke in einer Branche mit einem schwachen Wachstum:

Digitale Banken

Laut einem neuen Bericht von Accenture haben digitale Banken in Großbritannien inzwischen 19,6 Millionen Kunden. Allein in der zweiten Hälfte 2019 kamen über sechs Millionen Kunden hinzu, was einer Wachstumsrate von 150 % im Laufe des Jahres entspricht. Im Bericht gibt es jedoch auch Anzeichen für eine Abschwächung, mit einem Rückgang des Kundenwachstums in der zweiten Hälfte des letzten Jahres um 20 %, während der durchschnittliche Guthabenbestand von 350 Pfund pro Kunde auf 260 Pfund sank.

Diese Neuigkeiten könnten den britischen Finanzbereich unterstützen, der nach einem umstrittenen Brexit wahrscheinlich stark betroffen sein wird. Marcus, der digitale Service von Goldman Sachs, hat bereits 300.000 Kunden im Land gewonnen.


Leider verschlimmert sich die Coronavirus-Situation in Europa immer mehr. In Italien kam es vor Kurzem zu einem Ausbruch der Krankheit, bereits 34 Menschen sind gestorben und 1694 wurden infiziert. Teile des Landes wurden gesperrt und unter Quarantäne gestellt, in dem Versuch, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Polizeiposten wurden eingerichtet, um Gebiete mit einer hohen Konzentration von Krankheitsfällen zu kontrollieren. Erschwerend kommt hinzu, dass offensichtlich der erste gemeldete Fall der Krankheit im Land falsch behandelt wurde, was zu einer schlimmeren Ausbreitung des Virus geführt hat, als dies sonst der Fall gewesen wäre.

Laut dem italienischen Premierminister Giuseppe Conte gab es im Krankenhaus in Codogno, in dem der erste Krankheitsfall behandelt wurde, keinen angemessenen Umfang mit der Situation:

Es war deutlich, „dass sich das Klinikmanagement nicht entsprechend der Vorschriften für solche Fälle verhalten hat, und dies hat sicherlich zur Verbreitung beigetragen“, teilte er mit.

Aber Italien ist nicht das einzige Land in Europa, das von der Viruskatastrophe betroffen ist. Unter anderen haben auch die Schweiz, Österreich und Kroatien ihre ersten Fälle gemeldet. Vorerst sollten Reisen im In- und Ausland überdacht werden, bis das Virus eingedämmt ist.

*Wie bei jeder Investition ist Ihr Kapital gefährdet und die Anlagen sind nicht garantiert. Die Rendite beträgt bis zu 6,75 %. Bevor Sie sich für eine Investition entscheiden, lesen Sie bitte unsere Risikoerklärung oder wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Finanzberater.