Infolge der Proteste nach der Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten haben mehrere Technologieunternehmen die Entwicklung der Gesichtserkennungstechnologie ausgesetzt. IBM-CEO Arvind Krishna meinte, dass der Einsatz von Gesichtserkennung voreingenommen ist und zur Aufrechterhaltung der Rassendiskriminierung beiträgt:

Gesichtserkennungs-Software

„IBM widersetzt sich entschieden der Nutzung jeglicher Technologie, einschließlich der von anderen Anbietern angebotenen Gesichtserkennungstechnologie, zur Massenüberwachung, zu Racial Profiling, zur Verletzung grundlegender Menschenrechte und -freiheiten oder zu Zwecken, die nicht im Einklang mit unseren Werten und Prinzipien des Vertrauens und der Transparenz stehen, und wird diese nicht hinnehmen“, so Krishna in einem Schreiben an die Kongressmitglieder Montagabend.

Gleichzeitig verhängte Amazon einen Stopp für den Einsatz seiner Gesichtserkennungstechnologie durch die Polizei für ein Jahr. Das Unternehmen betont die Notwendigkeit strengerer Vorschriften in Verbindung mit der Software und hofft, dass die Regierung in dieser Zeit ausreichend Vorschriften erlassen wird, um ihren Einsatz gerechter zu gestalten:

„Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Regierung strengere Vorschriften zur Regelung des ethischen Einsatzes der Gesichtserkennungstechnologie erlässt, und in den letzten Tagen scheint der Kongress bereit zu sein, sich dieser Herausforderung zu stellen“, teilte Amazon in einer Erklärung mit. „Wir hoffen, dass der Kongress mit diesem einjährigen Stopp ausreichend Zeit erhält, entsprechende Regeln umzusetzen, und wenn nötig helfen wir dabei.“

Diese Entwicklung geht zurück auf die vergangenen Wochen der Proteste, nachdem George Floyd, ein unbewaffneter Afroamerikaner, in Minneapolis, Minnesota, bei einem Polizeieinsatz getötet wurde.


Europa zeigt gemischte Signale zur Wiedereröffnung der Wirtschaft in der Region. Einerseits verlängert Deutschland seine Reisewarnung für Länder außerhalb Europas bis August und rät insbesondere von Reisen in das Vereinigte Königreich ab. Unterdessen sind die meisten Länder dabei, ihre Grenzen für den Sommerurlaub zu öffnen, in der Hoffnung, dass sich damit die lokale Wirtschaft wieder schneller erholen kann.

Während die Lockdowns in der gesamten Region einschneidend waren, haben diese Maßnahmen laut Forschern des Imperial College London Millionen von Menschenleben gerettet:

Lockdowns saved millions of lives

„Der Lockdown hat Millionen Todesopfer verhindert, die eine Tragödie gewesen wären“, so Dr. Seth Flaxman vom Imperial College London.

Dr. Solomon Hsiang, einer der Forscher, meinte, das Coronavirus sei eine echte menschliche Tragödie gewesen, aber dass die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in kürzerer Zeit mehr Menschenleben als je zuvor gerettet haben.


Das Startup M1 Finance mit Sitz in Chicago hat sich gerade 33 Millionen USD in einer Finanzierungsrunde der Serie B gesichert. Mit der Finanzierung wird die Fintech-Produktpalette des bereits wachsenden Unternehmen verdoppelt, um mehr Flexibilität für die Zukunft zu erhalten. M1 verfügt bereits über AUM (Assets under management) von mehr als 1 Milliarde USD und hat seinen Nutzern eine zentrale Geldverwaltungsplattform bereitgestellt:

Fintech produkt

„Unsere Kunden sind intelligente, eigenverantwortliche Investoren, die langfristig und nachhaltig Vermögen aufbauen. Wir möchten, dass dies so einfach und automatisiert wie möglich ist, während unsere Kunden die gewünschte Kontrolle behalten können“, so M1 Finance-Gründer und CEO Brian Barnes in einer Erklärung.

„Mit M1 können Sie mit nur wenigen Klicks eine ganze Vermögensstrategie aufbauen, bis hin zu einzelnen Aktien und ETFs. Wir übernehmen alles andere und kümmern uns um die alltägliche Optimierung, Neugewichtung und Reinvestition nach Ihren Vorstellungen, sodass Sie mehr Zeit für die Entwicklung von Strategien und weniger Zeit für deren Umsetzung aufwenden können.“

Die Finanzierungsrunde der Serie B bringt die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 54,4 Millionen USD. Diese wird von Left Lane Capital angeführt, an der auch Clocktower Technology Ventures und Jump Capital teilnehmen.


Nach dem Absturz auf historische Tiefstwerte in den letzten Monaten erholen sich nun die Ölpreise. Brent Crude stieg auf über 40 Dollar pro Barrel, als die OPEC die mögliche Verlängerung der Förderkürzungen ankündigte, um das Ölangebot auf dem Weltmarkt zu verringern.

Während die OPEC-Mitglieder den Kürzungen vorläufig zustimmten, ist unklar, wie sie unter den Nationen durchgesetzt werden sollen. Dies ist besonders beunruhigend angesichts der derzeitigen Bedenken im Irak:

Ölpreis

„Der derzeitige Mechanismus für die Bestrafung fehlgeleiteter Produzenten ist unklar“, teilten die RBC Capital Markets-Analysten in dieser Woche in einem Schreiben mit. „Die OPEC-Verantwortlichen antworteten nicht spezifisch auf Fragen zum Antrag des irakischen Finanzministers, eine Überprüfung der Quoten auf der Grundlage der ‚wirtschaftlichen Bedingungen und des Lebensstandards‘ durchzuführen. Wir sind immer noch skeptisch, ob der Irak seine Verpflichtungen zur Steigerung der Produktion erfüllen kann.“

Der Ölpreis könnte weiter fallen, wenn eine zweite Covid-19-Welle im Herbst oder Winter eintritt und zu einem weiteren Stillstand der Weltwirtschaft führen würde. So wird das Virus 2020 ein wichtiger Teil der Entwicklung des Ölpreises sein.