Die P2P-Kreditvergabe in Asien hat im Hinblick auf Investoren, Kreditnehmern und Start-ups zugenommen. Aber dann kam Corona und alles wurde anders. Auf den meisten P2P-Plattformen gab es immer mehr Kreditnehmer mit Krediten im Verzug. Grund dafür war der Ausbruch des Virus, landesweite Lockdowns, extreme Änderungen der Lebensbedingungen und eine ungewisse wirtschaftliche Zukunft.

Es sind schwere Zeiten für P2P-Plattformen, besonders jenen, die neu auf dem Markt sind.

Dima Djani, CEO der P2P-Plattform ALAMI, meint, dies sei eine „natürliche Auswahl“.

„Es ist ein Test. Diejenigen, die unbeschadet aus der Sache davonkommen, werden die Sieger in einer gesättigteren P2P-Landschaft sein, die weiter voranschreitet.“

Das eindrucksvolle Wachstum des Marktes in Asien ist 2020 zum Stillstand gekommen.

Schätzungsweise werden etwa 70 % der P2P-Unternehmen mit Sitz in Indien mit großen Problemen zu kämpfen haben. Die übrigen sind gut etabliert und können wahrscheinlich die notwendigen Finanzen aufrechterhalten, um sich über Wasser zu halten.

Allein in Indien gibt es fast 500 Online-Start-ups und in Indonesien etwa 160. Viele werden dabei von chinesischen Unternehmen finanziert.

Leichte Besserung in der P2P-Landschaft in Europa

Auf der anderen Seite scheinen sich die P2P-Kredit-Plattformen in Europa langsam zu erholen. Investoren gewinnen das Vertrauen in Kreditgeber zurück, insbesondere diejenigen, die dem Durcheinander der letzten Zeit standhalten konnten:

„Im Mai haben 43,2 % der Plattformen mehr Kredite vergeben, und der Gesamtfinanzierungsbetrag auf europäischen Plattformen stieg um 33,6 % im Vergleich zu April.“

Die gesteigerte Nachfrage nach Online-Krediten ist ein Licht am Ende des Tunnels für P2P-Plattformen.

Analysten bei Robocash sind der Meinung, dass die Plattformen wieder zunehmend gefragter werden, wenn die Investoren wieder Vertrauen in die Plattformen gewinnen, die es geschafft haben, die Herausforderungen dieser Zeit zu meistern. Diese Plattformen können sich definitiv auf eine positivere Zukunft freuen.

Banken möchten P2P-Kredit-Plattformen kaufen

Den Banken geht ein Licht auf: der Wert bei P2P-Krediten.

Experten prognostizieren, dass Banken möglicherweise P2P-Plattformen kaufen werden, die während der aktuellen Wirtschaftskrise erfolgreich sind. Aufgrund der technologischen Überlegenheit von P2P-Plattformen könnten die Banken diese als eine Gelegenheit betrachten, ihre eigenen Kreditvergabeprogramme zu stärken.

 „Es könnte ein attraktives Angebot für Banken sein, Plattformen zu erwerben und ihre Technologie und die Funktionen für die Kreditvergabe zu nutzen, um ihr Wachstum bei der Kreditvergabe voranzubringen“, so Frank Wessely, Partner des Beratungsunternehmens Quantuma.

Dies könnte zu Übernahmen oder sogar zu noch nie dagewesenen Partnerschaften zwischen Banken und P2P-Plattformen führen.

Steigende Beliebtheit von E-Sport und P2P-Sportwetten aufgrund von Corona

Online-Sportwetten sind 2020 führend.

Die Welt des E-Sports hat in den letzten Jahren ein starkes und stetiges Wachstum gezeigt, aber dieses Jahr könnte sie ihr bisher größtes Ziel erreichen. Da die herkömmlichen Sportarten 2020 im Zuge von Social Distancing und Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit stark eingeschränkt wurden, gab es ein beschleunigtes Wachstum im E-Sport:

„Es wird erwartet, dass die weltweiten E-Sport-Einnahmen in diesem Jahr 1 Milliarde € betragen werden, wobei China der führende Markt sein wird“, so ein Artikel unter oxfordbusinessgroup.com

Aufgrund der Lockdown-Maßnahmen wurden die meisten Sportveranstaltungen abgesagt. Dies brachte dem E-Sport mehr Fans und Nutzer, wobei die Konkurrenz durch physische Sportarten nahezu Null ist.

Mehr Online-Sportwetten

Das Gleiche gilt für Online-Sportwetten. Sie sind mit dem E-Sport eng verknüpft, sodass ein ähnliches Wachstum in diesem Bereich nicht verwundert. Mit der zunehmenden Beliebtheit des E-Sports, den derzeit bestehenden Einschränkungen und der Möglichkeit für Sportwettenanbieter, online zu gehen, hat die Sportwettenbranche den Jackpot geknackt.