Tobias Gillen: „So liefen meine ersten fünf Jahre mit P2P-Krediten“

Bondora

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen denen des Gast-Bloggers und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Unternehmenspolitik oder Position von Bondora wider.

Hi, mein Name ist Tobias. Ich bin Gründer und Geschäftsführer zweier deutscher Medienunternehmen, darunter das auf Finanzen und Geldanlage spezialisierte Online-Magazin Finanzentdecker.de.

Unsere Freunde von Bondora haben mich darum gebeten, ein paar Zeilen darüber zu schreiben, ob und wie ich in P2P-Kredite investiere und welche Ziele ich damit verfolge. Der Einladung folge ich sehr gerne und hoffe, dem ein oder anderen Anleger damit einen Mehrwert bieten zu können.

„Ich investiere in etwas, von dem ich überzeugt bin, halte es über eine lange Zeit und überprüfe nur ein paar Mal im Jahr, ob alles noch nach meinen Vorstellungen läuft.“
„Ich investiere in etwas, von dem ich überzeugt bin, halte es über eine lange Zeit und überprüfe nur ein paar Mal im Jahr, ob alles noch nach meinen Vorstellungen läuft.“

Erste P2P-Investments vor fünf Jahren (2017)

Meine P2P-Geschichte beginnt 2017 mit der Entdeckung von Bondora. Zu der Zeit habe ich mich viel mit dieser Assetklasse beschäftigt und wollte herausfinden, ob Bondora eine gute Möglichkeit zur Diversifikation für mein Portfolio sein könnte.

Da ich generell davon überzeugt bin, Dinge auszuprobieren, um sie vollständig zu verstehen, fiel die Entscheidung schnell und ich habe mein Konto eröffnet. Ebenso bei zwei weiteren Plattformen, um auch hier das Risiko zu streuen.

Buy and Hold and Check – auch bei P2P-Krediten

Meine Investments sind immer ausschließlich langfristig angelegt. Ich zocke nicht mit Geld, ich spekuliere nicht und ich halte mich vom kurzfristigem Trading fern (auch wenn mich Trader faszinieren, die wirklich erfolgreich damit sind). Mein Anlagehorizont sind mehrere Jahrzehnte.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich auf kurzfristige Marktschwankungen nicht reagiere. Meistens bekomme ich sie nicht einmal mit, weil ich so selten Kurse und Performance überprüfe. Ich folge hier dem Ansatz „Buy and Hold and Check“. Ich investiere in etwas, von dem ich überzeugt bin, halte es über eine lange Zeit und überprüfe nur ein paar Mal im Jahr, ob alles noch nach meinen Vorstellungen läuft.

Tobias Gillen
Tobias Gillen

Vom Portfolio Manager zu Go & Grow

So mache ich es auch mit P2P-Krediten auf Bondora und den beiden anderen Plattformen. Anfangs habe ich bei Bondora in Einzelkredite investiert (über den Portfolio Manager und Portfolio Pro). Das hat gute Renditen gebracht, ist mir aber mit der Zeit zu komplex geworden. Mit der Einführung von Go & Grow habe ich den Auto Investor ausgeschaltet und alle Rückflüsse (Tilgungen und Renditen) automatisch in Go & Grow fließen lassen.

Das hat mir seither jeden einzelnen Tag 1/365 von 6,75 Prozent Rendite p.a. gebracht. Ich habe selbst keinen Tag erlebt, an dem die Rendite geringer ausgefallen wäre – auch wenn Bondora betont, dass das theoretisch passieren könne. Das ist kein Ersatz für ein Girokonto oder Tagesgeld – aber als Beimischung zu einer diversifizierten Geldanlage eine tolle Rendite.

Bondoras Reaktion auf die Corona-Pandemie

Bondora ist im Frühjahr 2020 hart angegriffen worden für seine kurzfristigen Änderungen bei den Auszahlungen und der Begrenzung auf eine Maximalsumme bei den monatlichen Einzahlungen. Diese Angriffe kann ich nicht teilen, auch wenn ich verstehe, dass sie viele Anleger geärgert haben.

Bondora hat die Situation analysiert und sinnvolle, klar nachvollziehbare Schritte ergriffen, um die Probleme, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, zu lösen oder zumindest zu stabilisieren. Das wiederum ist genau das, was ich von einer verantwortungsbewussten Plattform erwarte. Lieber kurzfristig in den sauren Apfel beißen als langfristig ins Schwanken zu geraten.

P2P-Kredite als Beimischung zum Portfolio

Meine Erfahrungen mit den anderen beiden P2P-Plattformen sind gemischt. Die eine macht mir ähnlich viel Freude wie Bondora, bei der anderen habe ich zwar kein Geld verloren, doch hier sehe ich genau das nicht, was mir bei Bondora im Frühjahr 2020 so gut gefallen hat. Deswegen ziehe ich seit einigen Monaten schrittweise hier Geld ab und verteile es auf Bondora und die andere Plattform.

P2P-Kredite machen bei mir einen Anteil von unter 10 Prozent aus. Damit fühle ich mich auch ganz wohl, da ich so das Risiko begrenze, gleichzeitig aber genügend Geld investiert habe, um von den hohen Renditen zu profitieren.

Fazit: Viele Höhen und ein paar Tiefen

Meine ersten fünf Jahre mit P2P-Krediten waren nicht nur rosig, es gab Höhen und Tiefen. Unterm Strich möchte ich diese Möglichkeit – Stand jetzt – aber nicht mehr missen. Trotzdem sei an dieser Stelle nochmal betont, dass man sich gut informieren sollte, um sich über alle Risiken und Chancen im Klaren zu sein.

Ich hoffe, Ihnen hat dieser Artikel einen guten Eindruck über meine Reise in die Welt der P2P-Kredite gegeben. Für weitere Artikel von mir zu dem Thema empfehle ich Ihnen die Kategorie „P2P-Kredite“ auf Finanzentdecker.de.