Wie 3 visionäre Genies der heutigen Zeit die Welt verändern

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Visionäre Erfinder und Genies verändern unsere Leben seit etlichen Jahren. Denken Sie nur an Henry Ford, die Gebrüder Wright oder Nikola Tesla. Diese Visionäre gingen Risiken ein und nutzten ihre Fähigkeiten, um neue Technologien zu entwickeln, die wir bis heute nutzen.

Damit sich die menschliche Rasse weiterentwickeln kann, muss sie stets den Wunsch hegen, ihr Leben zu verbessern. Diese Motivation ist es, die einen Unternehmer, der einfach nur daran interessiert ist, Geld zu verdienen, von einem Visionär unterscheidet, der die Welt verändern will.

Hier sind drei visionäre Genies der heutigen Zeit, die ihre Fähigkeiten nutzen, um das Leben auf der ganzen Welt zu gestalten und zu verändern.

Elon Musk

Elon Musk ist zwar am bekanntesten dafür, der CEO von Tesla zu sein, doch er hat in seinem Leben bereits viel mehr erlebt, noch bevor er seine Autofirma gründete. Der südafrikanische Musk war bereits im Alter von 10 Jahren ein autodidaktischer Computerprogrammierer. Mit 17 Jahren zog er nach Kanada, mit der Absicht, so schnell wie möglich in die Vereinigten Staaten zu ziehen. Sein Wunsch wurde erfüllt. Er erwarb seinen Bachelor-Abschluss an der University of Pennsylvania und ging dann an die Stanford University, wo er im Bereich Energiephysik promovierte. Doch wie bei vielen radikalen Unternehmern war es nichts für Musk, sein Wissen zu lehren. Nach nur zwei Tagen in Standford flog er raus. Dies führte dazu, dass sich Elon Musk in der Dotcom-Branche versuchte.

visionäre Genies - Elon Mask

Sein erster Business-Versuch war ein Dotcom-Unternehmen. Es war eine Softwarefirma namens Zip2, die er 1995 zusammen mit seinem Bruder gründete. Musk war extrem motiviert. „Als mein Bruder und ich unsere erste Firma gründeten, anstatt uns um eine Wohnung zu kümmern, haben wir einfach ein kleines Büro gemietet und auf der Couch geschlafen“, erinnert sich Musk. „Wir duschten im YMCA und waren so knapp bei Kasse, dass wir nur einen Computer hatten. Die Website war tagsüber online und ich programmierte sie nachts, sieben Tage die Woche, die ganze Zeit.“

Dieses Engagement verhalf dem Unternehmen zum sofortigen Durchbruch. Schließlich wurde es 1999 von Compaq für 307 Millionen US-Dollar Cash und 34 Millionen US-Dollar in Form von Aktien übernommen. Musk war jedoch mit seiner Rolle bei Zip2 nicht ganz zufrieden und verlor seine Position als CEO des Unternehmens. Einige behaupten, dass dieser Schritt Musk noch näher zu seinem nächsten Vorhaben gebracht hat.

Mit seinem neu gewonnenen Vermögen aus dem Verkauf von Zip2 stürzte sich Musk in sein neues Unternehmen, X.com, ein Unternehmen für E-Mail-Zahlungsdienste. Er fusionierte mit einem Unternehmen namens Confinity, welches ein Geldtransferprodukt namens PayPal hatte und schnell in den Fokus des neuen Konglomerats rückte. Musk war CEO von PayPal, bevor er im Jahr 2000 aus der Position entlassen wurde, nachdem er sich ständig mit anderen Führungskräften uneinig war.

Für sein nächstes Projekt blickte Musk in Richtung Weltraum. Im Jahr 2002 half Musk bei der Gründung von SpaceX, einem innovativen Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, Menschen auf den Mars zu schicken. Wie immer sah Musk die Möglichkeit, etwas besser machen zu können. „Was mich eigentlich inspirierte, SpaceX zu erschaffen, war, dass ich immer wieder erwartete, dass wir über Apollo 11 hinauswachsen würden, dass wir eine Basis auf dem Mond errichten, dass wir Menschen zum Mars schicken … Und nun sind wir im Jahr 2019 und die Vereinigten Staaten haben immer noch nicht die Fähigkeit, Menschen wenigstens in eine niedrige Erdumlaufbahn zu schicken.“

Damals galt das als äußerst seltsame Idee, und viele fragten sich, ob das Vorhaben Erfolg haben kann. Doch in den letzten 15 Jahren hat das Unternehmen viele kleine Erfolge erzielt. Es wurden Raketen in den Orbit gebracht und an der Internationalen Raumstation angedockt.

In jüngster Zeit hat Elon Musk seine Aufmerksamkeit vermehrt auf Tesla gerichtet, die von ihm 2003 mitbegründete Elektroautofirma. Allerdings war er nicht sehr in das Geschäft involviert, bis er 2008 die Rolle des Geschäftsführers übernahm. Es ist klar, dass Musk sich nicht nur wegen des Geldes bei Tesla engagiert, denn bisher bekam er als Führungskraft kein Gehalt.

Trotz all seiner Bemühungen hat er seine Mentalität bewahrt und immer auf die Verbesserung der Welt hingearbeitet. „Ich fragte mich immer nur: „Was sind die wichtigsten Probleme der Menschheit?“

Jeff Bezos

Nach seinem Abschluss in Princeton in den Bereichen Elektrotechnik und Informatik begann Jeff Bezos seine berufliche Laufbahn an der Wall Street. Dieser finanzielle und technologische Hintergrund war die Grundlage für die Gründung von Amazon im Jahr 1994.

visionäre Genies - Jeff Bezos

Bezos überzeugte 22 seiner engsten Familienmitglieder und Freunde, in sein neues Unternehmen zu investieren. Insgesamt 1 Million Dollar kamen zusammen, wobei 300.000 Dollar direkt von seinen Eltern stammten. Das Unternehmen begann in der Geburtsstunde der E-Commerce-Branche mit dem Online-Verkauf von Büchern. Schließlich erweiterte Bezos Amazon um eine Vielzahl anderer Geschäftsbereiche, darunter Online-Musik, Videos und Konsumgüter. 2001 sammelte das Unternehmen 100 Millionen Dollar ein, um sein Wachstum in die nächste Phase zu bringen.

Doch Amazon war nur der Anfang von Jeff Bezos‘ Masterplan. Wie Musk hatte auch Bezos eine Affinität für Weltraumforschung und -reisen. Im Jahr 2000 gründete Bezos Blue Origin, ein Unternehmen, dessen Mission es ist, „eine Straße zum Weltraum zu bauen, damit unsere Kinder die Zukunft gestalten können“.

Dies ist, was Bezos als sein möglicherweise bleibendes Vermächtnis sieht. „Ich glaube, dass wir am Rande eines goldenen Zeitalters der Weltraumforschung stehen“, sagt Bezos. „Die Sache, auf die ich als 80-Jähriger am meisten stolz wäre, ist, wenn Blue Origin die Kosten für den Zutritt zum Weltraum so weit senken könnte, dass es eine dynamische, unternehmerische Explosion im Weltraum geben kann – so wie wir es in den letzten 20 Jahren mit dem Internet beobachtet haben.“

Die Weltraumforschung ist allerdings nicht kostenlos. Doch Bezos scheint der Aufgabe gewachsen zu sein und hat bekannt gegeben, jährlich 1 Milliarde Dollar in Blue Origin zu stecken, um das Projekt voranzutreiben.

Als Verfechter von Lokalnachrichten kaufte Bezos die Washington Post, der es finanziell überhaupt nicht gut ging. Doch es war keine leichte Entscheidung für den Amazon-CEO. „Das Internet hat gerade alle Vorteile der lokalen Zeitungen zunichtegemacht“, erinnert sich Bezos. „Einfach alle.“ Letztendlich nutzte er seinen mit Amazon erworbenen Reichtum, um die Washington Post 2013 für 250 Millionen Dollar zu kaufen. Bezos nannte als Hauptgrund für die Übernahme: „Ich wusste nichts über das Zeitungsgeschäft, aber ich wusste etwas über das Internet. Das, kombiniert mit den finanziellen Mitteln, die ich zur Verfügung stellen kann, ist der Grund, warum ich die Washington Post gekauft habe.“

Fast unmittelbar begann er damit, Änderungen umzusetzen, die er für notwendig hielt, um die Nachrichtenversorgung am Leben zu erhalten. Dazu gehörte die Abschaffung der Paywall für Abonnenten, um lokale Zeitungen auszuwählen, und die Überarbeitung der digitalen Medien- und Mobilstrategien des Unternehmens. Diese Veränderungen führten 2016 wieder zu einer Profitabilität der Washington Post.

Jeff Bezos ist nach wie vor daran interessiert, die nächste Generation großer Denker und Unternehmer zu unterstützen. Seine Venture-Capital-Firma Bezos Expeditions investiert seit über 20 Jahren in Start-ups. Seine erfolgreichste Investition war 1998, als Bezos Expeditions 250.000 Dollar in eine kleine, relativ unbekannte Dotcom-Firma namens Google investierte.

Larry Page

Larry Page erhielt sein Wissen über Technik von seinem Vater. Carl Victor Page promovierte in Informatik und galt als einer der besten seiner Branche. Page erinnert sich an seine frühen Jahre, in denen er dieses Wissen liebevoll vererbt bekommen hatte. Mit nur sechs Jahren unterrichtete er sich selbst in Computerprogrammierung.

Larry Page

Die Idee, Google zu gründen, entstand bereits, als Page an der Stanford University studierte und seinen Doktortitel in Informatik erhielt. Damals interessierte er sich für das wachsende Internet und die Methode, mit der Suchergebnisse auf Internetseiten berechnet wurden.

Ein anderer Student, Sergey Brin, entschied sich, das Projekt mit Page zu starten. So entstand ein dynamisches Duo, das das Internet in die Zukunft tragen sollte. Das Team erstellte 1998 ihre Dissertation in Stanford mit dem Titel „The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine“. Die Arbeit selbst verweist auf ein Testprojekt, das das Team entworfen hatte. „In diesem Dokument stellen wir Google vor, einen Prototyp einer großen Suchmaschine, die die im Hypertext vorhandene Struktur stark nutzt. Google wurde entwickelt, um das Web effizient zu durchsuchen und zu indexieren und um viel zufriedenstellendere Suchergebnisse zu liefern, als bestehende Systeme.“

Ende des selben Jahres half Page bei der Gründung von Google, indem er 1 Million Dollar von Familie und Freunden einsetzte und als CEO des Unternehmens auftrat. Damals war es die erklärte Mission des Unternehmens, „die Informationen der Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nützlich zu machen“.

Als Leader war Page bestrebt, jeden Aspekt seines Unternehmens kennenzulernen. „Ich will wissen, wie jeder seinen Job macht“, sagte er. Schließlich entwickelte er die Regeln für das Management, die Page zu einem der Top-CEOs im Silicon Valley machten.

Seine Regeln für das das Management enthielten:

  • Delegiere nicht
  • Steh nicht im Weg, wenn du keinen Mehrwert schaffst
  • Sei kein Bürokrat
  • Ideen sind wichtiger als das Alter
  • Das Schlimmste, was du tun kannst, ist, jemanden davon abzuhalten, etwas zu tun, indem du sagst: „Nein. Punkt.“

Allerdings war die Reise für Larry Page nicht immer ganz einfach. Nach einer Investition von 50 Millionen Dollar durch Risikokapitalgeber im Jahr 2001 wurde Page gebeten, als CEO von Google zurückzutreten. 10 Jahre später, im Jahr 2011, nachdem das Unternehmen schnell gewachsen war, sollte er wieder in die Rolle des CEO schlüpfen.

Da sich die Vision für Google in den nächsten zehn Jahren schnell änderte und erweiterte, half Page neue Projekte zu starten. Google X arbeitete daran, einige der schwierigsten Probleme der Welt zu lösen, und Calico arbeitete daran, das Altern zu bekämpfen und Krankheiten zu beseitigen. Als Page sah, dass sich sein Unternehmen im Laufe der Zeit verändert hat, trat er schließlich auf eigenen Wunsch als CEO von Google zurück, um seine neue Muttergesellschaft Alphabet zu leiten, die die verschiedenen Projekte umfasste, die aus dem Technologie-Start-up entstanden sind.

Ähnlich wie Elon Musk wurde Page durch seine technologischen Innovationen motiviert, positive Veränderungen in der Welt voranzutreiben. „Sergey [Google-Mitbegründer Sergey Brin] und ich kommen jeden Tag zur Arbeit und freuen uns darüber, was vor uns liegt und mit welchen außergewöhnlichen Menschen wir zusammenarbeiten“, schrieb Page in einem Brief aus dem Jahr 2013. „Die Googler machen alles möglich, und sie sind unsere Zukunft. Und obwohl sich die Welt im Laufe der Jahre verändert hat, sind wir heute noch genauso motiviert wie noch ganz zu Beginn, das Leben der Menschen zu verändern“

Gemeinsame Themen der Visionäre

Nachdem wir uns drei sehr erfolgreiche Visionäre angesehen haben, schauen wir uns an, was die Gemeinsamkeiten sind, die alle miteinander verbinden. Zum einen hatten alle drei bereits in jungen Jahren einen großen Wissensdurst, den sie zu stillen versuchten. Sei es durch das Experimentieren mit Computern oder durch das Erreichen eines hohen Bildungsniveaus. Einen solchen Wissensdurst hat nicht jeder, weshalb Qualifikation und Bildung ein wichtiger Teil des Aufbaus einer neuen Generation von Unternehmern ist. Wenn Einzelpersonen neue Fähigkeiten erlernen und Wissen erwerben, werden sie dieses Wissen eher nutzen, um Sachen auf eine Weise zu erschaffen und Innovationen voranzubringen, die in der Welt so noch nicht bekannt sind.

Es ist wohl eher eine oberflächliche Behauptung, dass Musk, Bezos und Page alle nur durch ein Milliarden-Vermögen motiviert sind. Denn es ist klar, dass ihre Werte und Ziele viel größer sind und sich vielmehr um die Lösung einiger der schwierigsten Probleme drehen, mit denen die Welt derzeit zu kämpfen hat. Alle drei sind an der Weltraumforschung interessiert, Musk versucht, mit Tesla den Klimawandel zu bekämpfen, und Page arbeitet daran, mit Calico Krankheiten auszumerzen.

Dennoch verläuft der Pfad zu mehr Innovation nicht geradlinig und einfach. Visionäre werden regelmäßig aus der Bahn geworfen. Sei es durch enttäuschte Erwartungen oder wenn sie als CEO aus dem von ihnen gegründeten Unternehmen verdrängt werden. Wenn diese Visionäre eine Sache lehren können, dann die, dass es Ausdauer und Entschlossenheit braucht, um die Zukunft zu verändern.