Die P2P-Kredite von Bondora setzten ihre stabile Performance zum Start 2019 fort. Die vierteljährlichen Quartalsraten blieben konstant, auch die länderspezifischen Kredite blieben auf dem Niveau der vorherigen Marken.

Vierteljährliche Performance

Wie erwartet sind die Erträge der letzten Quartale aufgrund ihres jungen Alters am höchsten. Die Erträge für Q4 2017 halten sich auf ihrem Zielniveau von 13,5 %, während die Erträge für Q4 2018 unter die Zielmarke fielen. Trotzdem lagen die Quartalsraten in zehn der zwölf Quartale von 2015 bis 2017 bei mindestens 8 % oder darüber.

Quarterly Performance - January 2019

Finnland

Kredite mit A- und AA-Rating schneiden in Finnland nach wie vor seit ihrer ersten Vergabe vor 6 Quartalen im Jahr 2017 schlechter ab. Kredite anderer Ratings liefen gut, besonders diejenigen, die 2018 vergeben wurden.

Finland portfolio performance - January 2019

Estland

Estnische Kredite mit höher bewerteten Ratings entwickelten sich sehr gut und übertrafen die Zielrendite der letzten drei Quartale. In Estland werden nach wie vor am meisten Kredite mit höheren Rating-Kategorien vergeben als in allen anderen Ländern, in denen Bondora aktiv ist.

Estonia portfolio performance - January 2019

Spanien

Verglichen mit den anderen Ländern waren die spanischen Renditen erneut die höchsten. Das liegt daran, dass weiterhin nur Emissionen in den Ratingkategorien E, F und HR vergeben werden. Spanische Kredite hatten in den letzten 5 Quartalen immer eine zweistellige Rendite (ohne zuvor ausgestellte Kredite mit C-Rating).

Spain portfolio performance - January 2019

Schlagzeilen in den Wirtschaftsnachrichten

Die Lage in Großbritannien hat sich im letzten Monat nur weiter verschärft, da zwischen der lokalen Regierung und der Europäischen Union noch kein Brexit-Abkommen besteht. Große Konzerne fangen an, über einen Umzug nach außerhalb Großbritanniens nachzudenken, wenn kein Deal geschlossen wird. Airbus ist eine solche Firma, die mit einem Umzug ins Ausland drohte, was Großbritannien 14.000 Arbeitsplätze kosten würde. Indirekt wären 110.000 Arbeitsplätze von diesem Umzug betroffen.

Die zweitgrößte Bank in Estland dämpft ihre Wachstumserwartungen für das Jahr. Die SEB korrigierte das BIP-Wachstum für Estland von 3,0 % auf 2,8 %. Als Grund wurden höhere Lebenshaltungskosten und ein schwächeres Wachstum der Exporte angeführt. Dennoch ist die Bank optimistisch, was die Entwicklung von Estland anbelangt. „Jetzt, wo die Anzahl der Baugenehmigungen zu sinken beginnt, haben wir Vollbeschäftigung“, so die SEB-Ökonomen. Eine wirtschaftliche Schwäche für das Land waren die mehr als 200 Start-ups, die von Indern im Land gegründet wurden. Grund ist das estnische E-Residency-Programm, mit dem Kapital angezogen wird und welches Ausländern ermöglicht, Investitionen im Land zu tätigen.

Finnland hat Schwierigkeiten, für seine Bürger schnell genug Arbeitsplätze zu schaffen. Die Beschäftigungsquote liegt derzeit bei 72 %. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass diese Quote bis 2023 auf 75 % und in den folgenden Jahren auf 80 % ansteigen wird. Es wird geschätzt, dass weitere 150.000 Arbeitsplätze erforderlich sind, damit die Beschäftigung stabil bleibt. Andernfalls steigen die Arbeitslosenausgaben für die Regierung.

Ein Land, das 2018 alle Erwartungen übertroffen hat, war Spanien. Die spanische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal des Jahres um 0,7 %, während das Gesamtwachstum 2018 bei 2,5 % lag. Diese Zahlen sind zwar nicht herausragend, aber besser als die Analysten erwartet hatten und ein Lichtblick in einer ansonsten turbulenten Europäischen Union. Das Land ist zuversichtlich, dass sich dieses Wachstum auch im neuen Jahr fortsetzen wird. Die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calviño sagte im Radio Onda Cero: „Wir haben ein stabiles Wachstum, das meines Erachtens das ganze Jahr über beibehalten wird.“