5 Spartipps für Weihnachten

Finanztipps

Die Bäume verlieren allmählich ihre Blätter, die Tage werden kürzer und kühler. Wir alle wissen, was das bedeutet: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür! Schon bald werden wieder Familienbesuche geplant, Geschenke ausgetauscht und festliche Menüs aufgetischt. Das Fest der Liebe kann jedoch schnell auch ein Loch ins Portemonnaie reißen. Bevor Sie also Ihre To-Do-Liste für die Vorweihnachtszeit aufstellen, möchten wir Ihnen 5 Spartipps mit auf den Weg geben, damit es dieses Jahr kein böses finanzielles Erwachen gibt.

Lassen Sie sich die Feiertage nicht durch Geldsorgen verderben
Lassen Sie sich die Feiertage nicht durch Geldsorgen verderben

1. Budget festlegen

Einer der wichtigsten Eckpfeiler der persönlichen Finanzen ist die Budgetplanung. Auch für die Geschenkejagd bietet sie eine nützliche Orientierungshilfe. Analog zum Haushaltsbudget können Sie auch Ihr Weihnachtsbudget in Kategorien unterteilen, wie etwa Reisen, Geschenke, Essen und Deko.

Wenn Sie dies alles zentral nachhalten, haben Sie stets vor Augen, welche Kosten auf Sie zukommen, was Sie sich leisten können oder an welcher Stelle sich vielleicht etwas sparen lässt. Haben Sie zu knapp kalkuliert, können Sie Ihr Budget noch einmal anpassen, bevor Sie den ersten Cent überhaupt ausgeben. So können Sie gut vorbereitet in die Vorweihnachtszeit starten.

2. Keine Schulden aufnehmen

Ratenzahlungen für teure Geschenke sollten unbedingt vermieden werden
Ratenzahlungen für teure Geschenke sollten unbedingt vermieden werden

Nichts kann einem so sehr die Vorfreude auf Weihnachten verderben wie angehäufte Schulden. Ratenkäufe sind nur auf den ersten Blick eine gute Idee, denn das Abstottern der monatlichen Beträge kann Ihnen später zum Verhängnis werden. Bleiben Sie vernünftig und kaufen Sie nur das, was Sie auch jetzt sofort bezahlen können, ohne unnötige Schulden aufzunehmen.

3. Offen für Neues sein

Vielleicht pflegen Sie zu Weihnachten gewisse Rituale: Sie fliegen zur Familie, weil sie weit weg wohnt, kochen ein opulentes Mahl, kaufen sündhaft teure Geschenke und so weiter. Machen Sie dieses Jahr doch einfach einmal alles anders und tun Sie nebenbei Ihrem Geldbeutel etwas Gutes. Die Möglichkeiten, Neues auszuprobieren, ohne viel Geld auszugeben, sind endlos:

  • Reisen: Um die Weihnachtszeit legen viele von uns weite Wege zurück. Manchmal sogar mit dem Flugzeug, was in dieser Zeit richtig teuer sein kann. Andere Verkehrsmittel haben aber durchaus auch ihren Reiz. Im Fernbus oder Zug (z. B. mit einem Sparpreis-Ticket) können Sie die Winterlandschaft gemächlich an sich vorbeiziehen lassen – die perfekte Einstimmung auf Weihnachten! Oder Sie fahren gemeinsam mit alten Bekannten im Auto zu Ihrem Heimatort. So sparen Sie nicht nur Fahrtkosten, sondern können auch ausgiebig über alte Zeiten plaudern.
  • Geschenke: Geschenke müssen nicht immer gekauft und schon gar nicht teuer sein. Selbstgemachte Aufmerksamkeiten kommen von Herzen und zeigen, dass Sie sich Mühe gegeben und Zeit genommen haben. Auch eine Spende im Namen des oder der Beschenkten ist eine schöne Idee.
  • Vegetarisches Festmahl: An den Feiertagen essen viele von uns besonders viel Fleisch. Doch unser Fleischkonsum ist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch kostspielig. Wenn Sie komplett oder teilweise auf Fleisch verzichten, können Sie damit auch Geld sparen. Das mag vielleicht nicht allen Gästen auf Anhieb gefallen, aber überzeugen Sie die Skeptiker doch einfach mit einem köstlichen vegetarischen Menü.

4. Den besten Zeitpunkt zum Kaufen abpassen

Die Läden ziehen vor Weihnachten alle Register, damit Sie möglichst viel Geld ausgeben
Die Läden ziehen vor Weihnachten alle Register, damit Sie möglichst viel Geld ausgeben

In der Vorweihnachtszeit häufen sich vermeintliche Angebote und Rabattaktionen. Aber können diese Deals wirklich halten, was sie versprechen? Die an Aktionstagen wie Black Friday und Cyber Monday angebotenen Schnäppchen sind oft zu schön, um wahr zu sein. Zwar sehen Sie auf den ersten Blick jede Menge Angebote im Laden, doch nur bei wenigen Produkten können Sie richtig sparen. Viele Händler verfolgen die Strategie, einige Artikel drastisch zu reduzieren, um Kundschaft anzulocken – in der Hoffnung, dass letztendlich noch viele weitere Produkte gekauft werden, die weniger günstig sind.

Im Bereich Unterhaltungselektronik lassen sich in dieser Zeit einige gute Schnäppchen finden, doch das trifft längst nicht auf alle Produktkategorien zu. Kaufen Sie antizyklisch. Schauen Sie sich doch im Winter nach Bademode um. Oder schlagen Sie im Sommer bei der Skiausrüstung zu, von der Sie schon lange träumen.

Tatsächlich gibt es die besten Angebote im Einzelhandel zwischen Weihnachten und Neujahr. In dieser Zeit versuchen die Händler, bis Jahresende möglichst viel Saisonware loszuwerden, um den Umsatz noch für das aktuelle Jahr verbuchen zu können. Nutzen Sie die Gelegenheit und gehen Sie auf Schnäppchenjagd.

5. An anderer Stelle sparen

Wie Sie es auch drehen und wenden, Sie werden in der Weihnachtszeit höchstwahrscheinlich mehr Geld ausgeben als in den übrigen Monaten. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch vollkommen in Ordnung. Andere zu beschenken, gehört in dieser Zeit einfach dazu, und wenn die ganze Familie zum Fest zusammenkommt, entstehen auch dadurch zwangsläufig Mehrausgaben. Sie sollten sich deswegen auf keinen Fall schlecht fühlen. Versuchen Sie stattdessen, in anderen Bereichen etwas kürzer zu treten.

Das Paradebeispiel ist der tägliche Coffee-to-go. Legen Sie die täglichen 4 € für den Latte Macchiato doch einfach für Ihr Reisebudget beiseite. Wenn Sie jetzt damit anfangen und diesen Betrag zwei Monate lang sparen, kommen stolze 180 € zusammen. Das dürfte locker für die Fahrt nach Hause oder ein paar Geschenke reichen.

Nur nicht übertreiben

Sie müssen nicht jeden Cent zweimal umdrehen und sich darüber selbst die Vorfreude verderben. Natürlich fallen ein paar Ausgaben an, um anderen eine Freude zu machen oder um mit der Familie gemeinsam Weihnachten zu feiern. Sie sollten dafür nur nicht Ihr gesamtes Erspartes opfern. Solange Sie Ihr Budget im Blick behalten, andere Ausgaben reduzieren und sich nicht noch in Schulden stürzen, steht einem fröhlichen Weihnachtsfest und einem glücklichen neuen Jahr nichts mehr im Weg.