P2P-Boost für Musikrechte und Spiele

Finanztipps

Visa hat eine weitere P2P-Partnerschaft in sein Portfolio aufgenommen. Die Zahlungsplattform Visa Direct hat sich mit TransferWise verpartnert, um Kunden die Möglichkeit zu bieten, Geld in Echtzeit von überall auf der Welt auf Debitkarten zu transferieren. Allein im Jahr 2019 wurden mit Visa Direct bereits 2 Milliarden Transaktionen abgewickelt, eine Zahl, die mit der neuen Partnerschaft voraussichtlich noch stark wachsen wird.

Laut Bill Sheley, globaler Leiter von Visa Direct, besteht in einem großen Teil der Welt immer noch Bedarf an Echtzeit-Zahlungen:

„Die Technologie bringt uns näher zusammen, aber es gibt immer noch Herausforderungen, die sie nicht gelöst hat. Zum Beispiel, wenn es darum geht, dass Einzelpersonen und kleine Unternehmen Geld rund um die Welt bewegen“, sagte Sheley. „Die Zusammenarbeit mit TransferWise ist die jüngste Ergänzung zu den Bemühungen von Visa, unseren Kunden zu helfen, Einzelpersonen und Kleinunternehmen durch die Nutzung der Leistungsfähigkeit von Visa Direct internationale Zahlungen schnell und sicher zu senden und zu empfangen.

Diese Partnerschaft baut auf vorangegangenen Maßnahmen von Visa auf. Anfang dieses Jahres hat das Unternehmen Earthport, einen Anbieter für grenzüberschreitende Zahlungen sowie ACH, gekauft. Durch diese Akquisition konnte Visa Verbrauchern und Unternehmen noch mehr Möglichkeiten bieten, mit Visa Geld über ihre eigenen Bankkonten zu senden und zu empfangen.


Zopa, ein britisches Peer-to-Peer-Kreditunternehmen, ist auf dem besten Weg, eine Herausforderung für die etablierten Banken zu werden. Das Unternehmen erhielt eine Investition von 130 Mio. £, um den Erhalt einer vollständigen Banklizenz von der FCA voranzutreiben. Die Finanzierungsrunde wird von IAG Capital Partners in den USA und ihrem britischen Investmentunternehmen Silverstripe geleitet. Zopa war bisher der erste P2P-Kreditgeber, der im Jahr 2018 eine bedingte Banklizenz erhielt.

Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Jaidev Janardana, merkte an, dass die zusätzlichen Mittel benötigt werden, um die Befürchtungen der britischen Regulierungsbehörden zu zerstreuen:

„Mit dieser neuen Finanzierung haben wir die Fundraising-Phase unserer Bankenmobilisierung abgeschlossen. Die endgültigen Vereinbarungen zur Bereitstellung der Mittel sind abgeschlossen und unterliegen der finalen Genehmigung durch die Behörden, einschließlich eines behördlichen Kontrollwechsels.

„Wir verfügen weiterhin über unsere eingeschränkte Banklizenz und arbeiten eng mit den Aufsichtsbehörden zusammen, um eine volle Lizenz zu erhalten. Wir freuen uns, dass Zopa nach der Genehmigung in der Lage sein wird, neben dem Peer-to-Peer-Geschäft auch ein Bankgeschäft zu starten und unseren Kunden eine breitere Produktpalette anzubieten.

Bis heute hat Zopa in Großbritannien fast 4 Mrd. Pfund verliehen und war das erste P2P-Kreditunternehmen, das ein AAA-Rating für seine Kreditvergabe erhielt.


Dank Money&Co können P2P-Anleger nun bald auch in Musik investieren. Money&Co’s neuestes Produkt bietet Kredite für Musikschaffende an, die durch deren geistige Eigentumsrechte abgesichert sind. Money&Co bietet diese Investitionen zu einem Zinssatz von 6% über LIBOR an.

„Wir sind gerade dabei, unser Prozessfinanzierungsgeschäft und unser Musikverleihgeschäft aufzubauen. Dies sind keine reinen P2P-Bereiche, können aber P2P-Investoren angeboten werden und kommen für die Aufnahme in das Innovative Finance ISA in Frage.“


Power Ledger ist wieder am Start in unseren News. Diesmal hat das australische P2P-Solarenergieunternehmen seine Reichweite auf Indien ausgeweitet, wo es zusammen mit dem indischen Energieversorger UP Power Corporation Limited ein weiteres Pilotprogramm gestartet hat. Die Solarenergie im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wird über die blockchainbasierte P2P-Plattform von Power Ledger gehandelt werden können. Die erste Phase des Projekts könnte bereits im März 2020 abgeschlossen sein.

Die Mitbegründerin von Power Ledger, Jemma Green, erläuterte, wie dieses Projekt umgesetzt wird und welche Auswirkungen es auf die Expansion des Unternehmens haben wird:

„Sobald das Scoping, die Planung und die Standortauswahl abgeschlossen und die Smart-Metering-Infrastruktur installiert ist, wird Power Ledger mit der Konfiguration beginnen und die Handelslogik für die Einführung der Xgrid P2P-Energiehandelsplattform mit dynamischer Preisgestaltung in Absprache mit allen wichtigen Stakeholdern finalisieren.

Auch im eigenen Land setzt das australische Unternehmen seine Expansion fort. Power Ledger wird in Mehrfamilienhäusern in den Vororten von Perth installiert, in denen die Bewohner ihre selbst erzeugte Sonnenenergie teilen werden.


Nine Chronicles, ein neues Multiplayer-Onlinespiel, wird in einem P2P-Blockchain-Netzwerk veröffentlicht werden. Das Spiel wird als P2P-Netzwerk veröffentlicht, damit es nicht auf einem einzigen zentralen Server läuft, was zu Ausfällen führen kann. Außerdem kann Nine Chronicles noch weiterentwickelt werden, auch wenn die ursprünglichen Entwickler des Spiels ihr Engagement einstellen sollten. Neue Versionen von Nine Chronicles können sogar entstehen, indem Entwickler den ursprünglichen Open-Source-Code des Spiels forken.

Kijun Seo, CEO von Planetarium, (der Entwickler hinter Nine Chronicles) sieht den Open-Source-Charakter des Spiels als ausschlaggebend für seinen Erfolg an:

„Es ist ungefähr ein Jahr her, seit wir mit der Entwicklung des Spiels und der zugrunde liegenden Technologie gestartet haben, und wir freuen uns sehr darauf, sie jetzt allen zu präsentieren. Da Nine Chronicles als Open-Source-Projekt veröffentlicht wird und im Besitz der Spielergemeinschaft ist, hoffen wir, viele gleichgesinnte Spieler zu finden, die uns auf unserem Weg nach vorne unterstützen!

Zwar bieten P2P-Spiele wie Nine Chronicles gegenüber zentral gesteuerten Spielen einige Vorteile, allerdings kommen auch sie nicht ganz ohne Einschränkungen und Fragezeichen aus. So ist es zum Beispiel schwieriger, Betrügereien zu bekämpfen und einen Support für In-Game-Käufe und andere Zahlungsprobleme bereitzustellen, die entstehen, wenn das Netzwerk dezentralisiert ist und nicht durch eine einzelne Instanz kontrolliert wird.

*Wie bei jeder Investition ist Ihr Kapital gefährdet und die Investitionen sind nicht garantiert. Die Rendite beträgt bis zu 6,75%. Bevor Sie sich für eine Investition entscheiden, lesen Sie bitte unsere Risikoerklärung oder konsultieren Sie gegebenenfalls einen Finanzberater.